Die Rechnung, die niemand hören will

Prof. Bernd Raffelhüschen rechnet vor: Die aktuelle Zuwanderung vergrößert die implizite Staatsverschuldung um 5,8 Billionen Euro.
Es gibt Studien, die Politiker, Medien und große Teile der Öffentlichkeit lieber ignorieren. Die aktuelle Untersuchung von Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Stefan Seuffert und Florian Wimmesberger gehört eindeutig dazu.
Unter dem Titel „Ehrbarer Staat? Fokus Migration – Zur fiskalischen Bilanz der Zuwanderung“ (Update 2023/2024) hat das Team der Stiftung Marktwirtschaft mit der bewährten Methode der Generationenbilanz die langfristigen Auswirkungen der aktuellen Migrationspolitik auf die öffentlichen Haushalte durchgerechnet.

Das zentrale Ergebnis ist erschütternd:

Bei einer angenommenen Nettomigration von rund 293.000 Personen pro Jahr und einer realistischen Integrationsdauer von sechs Jahren steigt die Nachhaltigkeitslücke der öffentlichen Finanzen von 347,4 % auf 497,1 % des Bruttoinlandsprodukts.
Das entspricht einer zusätzlichen impliziten Belastung von etwa 5,8 Billionen Euro für die nachfolgenden Generationen.
(Grafik: Entwicklung der Nachhaltigkeitslücke mit und ohne zukünftige Migration – Quelle: Stiftung Marktwirtschaft)

Selbst Fachkräfte ändern nichts Grundlegendes

Ein besonders wichtiger Befund der Studie: Selbst deutlich bessere Qualifikationsprofile retten die Bilanz nicht.

  • Im Basisszenario (aktuelle Mischung aus Fachkräften, Familiennachzug, Asyl etc.) → klar negativ.
  • Selbst wenn jährlich zusätzlich 100.000 hochqualifizierte Fachkräfte angeworben würden und die Qualifikationsstruktur der übrigen Zuwanderer stark verbessert würde, bleibt die fiskalische Gesamtwirkung negativ.

Der Grund ist strukturell: Der deutsche Sozialstaat verspricht Leistungen (vor allem in Rente, Pflege, Gesundheit und Transfers), die selbst die einheimische Bevölkerung über ihren Lebenszyklus nicht mehr vollständig finanziert. Zuwanderer mit durchschnittlich niedrigerer Qualifikation, späterem Einstieg ins Erwerbsleben und höherer Inanspruchnahme von Sozialleistungen verstärken dieses Problem zusätzlich.

Der Sozialstaat ist bereits für Einheimische nicht nachhaltig
Raffelhüschen betont ausdrücklich: Das Hauptproblem ist nicht allein die Migration, sondern ein Sozialstaat, der seit Jahrzehnten über seine Verhältnisse lebt. Die Zuwanderung wirkt jedoch wie ein Brandbeschleuniger.

Späte, ungesteuerte oder integrationsresistente Zuwanderung erzeugt langfristig hohe Nettobelastungen in allen großen Blöcken:

  • Rentenversicherung
  • Gesundheits- und Pflegekosten
  • Arbeitslosengeld und Grundsicherung
  • Bildung und Integration

Die zwingende Konsequenz

Die Zahlen lassen nur eine ehrliche Schlussfolgerung zu:
Deutschland braucht endlich ein strenges, kanadisches oder australisches Selektionsmodell.

Zuwanderung muss sich an klaren Kriterien orientieren:

  • Hohe Qualifikation
  • Junge Erwerbsfähigkeit
  • Nachweisbare Integrationsbereitschaft und kulturelle Passfähigkeit
  • Sofortige Nettobeitragsfähigkeit

Dazu gehören:

  • Konsequente Remigration bei Ablehnung des Asylantrags, Straffälligkeit oder fehlender Integration
  • Kein Familiennachzug ins Sozialsystem
  • Keine dauerhafte Aufnahme von Personen, die über ihren Lebenszyklus ein Nettolastenprofil aufweisen

Wer diese Realität weiter ignoriert und an einer ideologisch getriebenen, ungesteuerten „offenen“ Migrationspolitik festhält, betreibt intergenerativen Raubbau auf Kosten der eigenen Kinder und Enkel.

Die Studie selbst lesen
Download der vollständigen Studie (Stiftung Marktwirtschaft, 2024):
„Ehrbarer Staat? Fokus Migration“ (PDF)


Die Rechnung liegt auf dem Tisch. Sie ist unangenehm, aber mathematisch fundiert. Wer sie weiter wegdiskutiert, handelt nicht mehr verantwortungsvoll gegenüber den kommenden Generationen.

Die Zeit der schönen Narrative ist vorbei. Es wird Zeit für ehrliche Politik.


#Raffelhüschen #EhrbarerStaat #Migration #Generationenbilanz #FreiheitStattZwang

 


 

@wilehalm – 07-06-2026

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